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Kennzahlen im Einzelhandel – welche Daten Sie festhalten sollten

Zahlen, Daten und Fakten machen zwar selten Spaß. Sie sind für einen Einzelhändler aber unerlässlich, um stets zu wissen, wie es um das eigene Geschäft steht. Vor allem kleine Einzelhändler werten oft zu wenige Daten aus. Dabei können die wichtigsten Kennzahlen mit einer entsprechenden Software schnell und einfach ermittelt werden. Lesen Sie hier, welche betriebliche Kennzahlen wirklich wichtig sind.

Kennzahlen Einzelhandel NicoElNino/Shutterstock.com

Warum Kennzahlen für Sie so wichtig sind

Wenn wir jetzt anfangen von operativen Kennzahlen oder strategischen Finanzkennzahlen zu reden, wird der eine oder andere den Drang verspüren, zum nächsten Artikel zu wechseln. Doch halt! Auch wenn das alles nach komplizierter BWL klingt, so schlimm ist es gar nicht. Zumal es heute spezielle Software gibt, die die wichtigsten Zahlen praktisch von alleine auswertet.

Sogenannte KPIs, also Key Performance Indikatoren, geben beispielsweise Aufschluss über den Erfolg von Marketingmaßnahmen und sagen Ihnen, ob Sie richtig wirtschaften und was sie ändern können. Sie sollten daher nicht davor zurückscheuen, diese Zahlen regelmäßig zu überprüfen. Die folgenden Kennzahlen gehören zu den wichtigsten. Sie können Ihnen sehr dabei helfen, den Umsatz zu verbessern und effizienter zu wirtschaften.

Diese Kennzahlen sollten Einzelhändler kennen und auswerten

Kennzahl #1: Warenkorb pro Kunde

Warenkorb Online Bestellungen Von Jojje/Shutterstock.com

Auf Basis der Warenwirtschaft lässt sich der durchschnittliche Einkaufswert/Warenkorb pro Kunde und Einkauf ermitteln. Die Zahl ist vor allem deshalb so aufschlussreich, weil sich damit auch spielen lässt.

So können Onlinehändler die Warenkörbe von Käufen über mobile Endgeräte mit Käufen am Desktop-PC vergleichen. Sie können auch den durchschnittlichen Einkaufswert pro Mitarbeiter ermitteln.

Ihr Nutzen: Sie profitieren von dieser Kennzahl, weil sie dadurch wissen, wie „wertvoll“ eigentlich ein einziger Kunde ist. Daraus ergibt sich wiederum ein Budget für mögliche Marketingmaßnahmen oder Beratungsleistungen. Sie können zudem langfristig die Entwicklung ablesen. Entdecken Sie einen negativen Trend oder eine Abweichung vom Ziel, können Sie die Ursache erforschen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

Kennzahl #2: Gesamtumsatz

Um diese Zahl kommt selbstverständlich kein Einzelhändler herum. Ein gesundes Wachstum beim Umsatz spielt eine zentrale Rolle, in den ersten Jahren sogar eine größere als der Gewinn. Sie können mit einer passenden Software die Umsatzentwicklung ständig im Blick behalten.

Ihr Nutzen: Entdecken Sie, dass sich der Umsatz nicht so entwickelt, wie er soll, können Sie frühzeitig gegensteuern, beispielsweise mit Werbe- oder Rabattaktionen und auch gleich den Erfolg der Maßnahmen messen.

Kennzahl #3: Anteil der Gesamtkosten am Umsatz

Viele Einzelhändler betrachten nur die Rohertragsmarge. Wichtig ist aber, auch alle nicht produktbezogenen Kosten und Ihren Anteil am Umsatz zu analysieren. Mit Gesamtkosten sind nämlich in diesem Fall alle Kosten gemeint, die NICHT zum Wareneinsatz gehören, also auch Personalkosten, Abschreibungen und andere Ausgaben.

Ihr Nutzen: Wenn Sie die Höhe der nicht produktbezogenen Kosten im Verhältnis zum Umsatz genau kennen, wissen Sie stets, bis zu welchem Preis Sie abzüglich aller Kosten Gewinn machen. Das ist wichtig für Preisverhandlungen oder auch bei Rabattaktionen

Kennzahl #4: Rückstandsquote

Die sogenannte Rückstandsquote, oder Back Order Rate, ist unter anderem sehr wichtig und hilfreich, wenn Sie ausschließlich oder auch online verkaufen. Sie gibt die Menge an Bestellungen an, die nicht geliefert werden können, weil die Produkte nicht auf Lager sind.

Ihr Nutzen: Weil der Spagat zwischen ausreichendem Lagerbestand und der Notwendigkeit, freies Kapital zu haben, für Einzelhändler nicht einfach ist, hilft Ihnen diese Zahl, den passenden Lagerbestand zu identifizieren.

Kennzahl #5: Rückgabequote

Paketrückgabe puhhha/Shutterstock.com

Egal ob Rücksendungen beim Online-Shop oder der klassische Umtausch im Geschäft – für Sie als Einzelhändler ist es immer schlecht, wenn ein Produkt zurückgegeben wird. Es sagt zum einen, dass der Kunde nicht zufrieden war. Zum anderen ist die Rückgabe für Sie mit einem gewissen Aufwand und auch Kosten verbunden. So können Sie zurückgegebene Artikel oft nicht mehr zum vollen Preis verkaufen.

Ihr Nutzen: Finden Sie den Grund für die Rückgabe heraus, können Sie daraus wertvolle Informationen gewinnen und Ihr Sortiment entsprechend anpassen. Sie sollten sich daher angewöhnen, bei einer Rückgabe im Geschäft den Grund zu vermerken und auch im Online-Shop ein Feld einzurichten, in dem die Rücksendung begründet werden kann.

Kennzahl #6: Lagerreichweite

Die Lagerreichweite sagt aus, wie lange der Bestand eines Artikels ausreicht und wann sie wieder nachbestellen müssen. Das klingt banal, ist aber für die Planung der Einkäufe wichtig. Haben Sie beispielsweise einen bestimmten Artikel 50 Mal auf Lager und er wird fünfmal täglich verkauft, liegt die Lagerreichweite bei 10. Denn nach zehn Verkaufstagen ist der Bestand dieses Produkts ausverkauft.

Ihr Nutzen: Ist die Lagerreichweite zu niedrig, büßen Sie möglicherweise Umsatz ein, weil Sie den Artikel eine Zeit lang nicht im Angebot haben. Ist sie zu hoch, binden Sie unnötig viel Kapital. Mit der Betrachtung der Kennzahl finden Sie ein gesundes Mittelmaß.

Fazit: Mit der Analyse der wichtigsten Kennzahlen steigern Sie Umsatz und Gewinn

Wichtige Kennzahlen stets im Blick zu haben ermöglicht es Ihnen, negative Entwicklungen stets rechtzeitig zu erkennen. Sie können dann gegensteuern, bevor Ihr Betrieb einen ernsthaften Schaden erleidet. So können Sie gegen einen zurückgehenden Umsatz beispielsweise mit Werbemaßnahmen angehen und deren Wirksamkeit unter anderem anhand des durchschnittlichen Einkaufswertes überprüfen. Zudem helfen Ihnen einige Kennzahlen, Ihre Einkäufe richtig zu timen und den Lagerbestand zu optimieren.